DESIGN SALON

Kommunikationsraum für
gesellschaftliche Gestaltung

Der Design Salon stellt einen offenen Kommunikationsraum dar, in dem Themen, Argumente und Positionen zur gesellschaftlichen Relevanz von Design heute reflektiert werden.

Heute konzentriert sich Design immer weniger auf die Konzeption und gestalterische Realisierung eines einzelnen Objektes. Vielmehr hat die Idee eines erweiterten Designverständnisses gesellschaftliche und politische Fragen in den Fokus gerückt – vor allem danach, wie Zukunft unter den Bedingungen einer veränderten Gegenwart gestaltet werden kann: angesichts zunehmender Krisen und gesellschaftlicher Verwerfungen gilt es soziale und gesellschaftliche Fragestellungen als grundlegende Designaufgabe für die Gestaltung der Gegenwart und der Zukunft zu begreifen.

Im weitesten Sinne stellt die Salonkultur des 18. und 19. Jahrhunderts, in der private Gesellschaftsräume mehr und mehr zum intellektuellen Austausch geöffnet wurden, Vorbild des Design Salon dar. Eingeladen waren hier nicht nur Freundinnen und Bekannte, sondern zunehmend auch „geistig Verwandte“. Diese neue, meist von Frauen gebildete halb private Öffentlichkeit trug in der Vergangenheit zum „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ (Habermas) bei und kann heute in neuer Form Reflexionen über gesellschaftlich relevante Themen – beispielsweise zur demokratischen Verfasstheit unserer Gesellschaft – anstoßen.

Diversity Design stellt hierbei ein zentrales Thema dar.

Das Team

Claudia Banz

ist promovierte Kunst- und Designwissenschaftlerin, Ausstellungsmacherin und Autorin. Seit 2017 ist sie Kuratorin für Design am Kunstgewerbemuseum Berlin. Seit 2023 ist sie assoziiertes Mitglied im Exzellenzcluster “Matters of Activity” der Humboldt Universität zu Berlin. Zuvor war sie als freie Kuratorin tätig und leitete von 2011 bis 2017 die Abteilung Kunst und Design am Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Banz realisierte zahlreiche Ausstellungen, Vermittlungsformate und Messen an der Schnittstelle von Design, Mode, Handwerk und Kunst. Für das Kunstgewerbemuseum Berlin etablierte sie die Reihe Design Lab sowie Design Talks, um das Haus als Plattform und Experimentalraum für multidisziplinäre Designansätze und einen kritischen Diskurs über gesellschaftlich relevante Gestaltungsfragen zu öffnen. Banz publiziert zu Fragen des Social Design, Material Culture und dekoloniale Sammlungen.

Gerda Breuer 

Magister Artium in Soziologie, Promotion in Kunstgeschichte. Lehrtätigkeit in den USA, Niederlanden und Deutschland. 1985–1995 Leiterin Industriemuseum Cromford, Ratingen; stellvertr. und komm. Leiterin der Rheinischen Industriemuseen und des Instituts Mathildenhöhe, Darmstadt, sowie Leiterin Haus Deiters, Darmstadt. 1995–2014 Professorin für Kunst- und Designgeschichte an der Bergischen Universität Wuppertal, Vorsitzende des Instituts für angewandte Kunst- und Bildwissenschaften, Leiterin der Designsammlung. 2005–2012 Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirates der Stiftung Bauhaus Dessau. 2014–2016 Fellowship Stiftung Bauhaus Dessau. Sie verantwortete zahlreiche Ausstellungen, Symposien und Publikationen zu Architektur, Design, Kunst, Fotografie, Kultur des 19. und 20. Jahrhunderts und der Gegenwart und arbeitet heute freiberuflich.

Esther Cleven

ist Kunst- und Designhistorikerin, Spezialistin für das 20. Jahrhundert, Populärkultur, Design und Bauhaus und Museumsfachfrau mit mehr als dreißig Jahren internationaler Erfahrung. Sie promovierte in Kunstgeschichte und Kunsttheorie an der Universität Utrecht und arbeitete zwei Jahrzehnte in den Niederlanden, u. a. 2001–2010 als Kustodin am Graphic Design Museum in Breda sowie 2004–2010 als außerordentliche Professorin für Moderne Typografie und Grafikdesign an der Universität Amsterdam. Zuletzt war sie als Kustodin für angewandte Kunst und Design bei der Klassik Stiftung Weimar beschäftigt und ist seit 2017 als Kuratorin am Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung in Berlin tätig. Sie hat zahlreiche wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht, u. a. zur Aktualität und Geschichte von Design und Grafikdesign, zur Museologie sowie über die Geschichte der Kunstgeschichte.

Petra Eisele

ist Kunst- und Designhistorikerin und lehrt als Professorin für Designgeschichte und Designtheorie an der Hochschule Mainz, Fachrichtung Kommunikationsdesign. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bauhaus-Universität Weimar spezialisierte sie sich auf neue Designgeschichte und promovierte an der Universität der Künste Berlin über Theoriebildungen im bundesdeutschen Design seit den 1960er Jahren. Am „Institut Designlabor Gutenberg“ der Hochschule Mainz verantwortet sie zahlreiche mehrjährige Forschungs-, Publikations- und Ausstellungsprojekte im Bereich Grafik-Design/Typografie sowie Vortragsreihen zu aktuellen Designdiskursen. Aktuell leitet sie das BMBF-Forschungsprojekt UN/SEEN. Sie publiziert zu Themen der Designgeschichte und -theorie sowie Typografiegeschichte.

Angeli Sachs

ist Kunsthistorikerin, Kuratorin und Museologin. 2009–2022 war sie Professorin für Curatorial Studies und Leiterin des MA Art Education Curatorial Studies an der Zürcher Hochschule der Künste. Parallel dazu arbeitete sie 2006–2019 als Kuratorin und 2006–2012 als Leiterin Ausstellungen am Museum für Gestaltung Zürich. Zuvor war sie 2001–2005 Programmleiterin für Architektur und Design beim Prestel Verlag in München, 1995–2000 Assistentin am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur der ETH Zürich, 1994/95 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Architektur Museum in Frankfurt am Main und 1990–1993 Pressereferentin des Frankfurter Kunstvereins. Sie verantwortete zahlreiche Ausstellungen, Projekte und Publikationen zu Architektur, Design, Kunst, Kultur und Curatorial Studies des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart.