Pioniere der Designausbildung

Neue Perspektiven auf die deutschen Kunstgewerbeschulen vor dem Bauhaus

Als die Industrialisierung im 19. Jahrhundert Lebens- und Produktionsbedingungen grundlegend veränderte, entstanden in Reaktion Kunstgewerbeschulen als innovative Stätten der handwerklich-künstlerischen Ausbildung. Im gleichen Zuge wurden Kunstgewerbemuseen als Orte der Geschmacksbildung gegründet und waren mit den Kunstgewerbeschulen sehr häufig institutionell verbunden, so auch in Dresden. 
Die umfassende Erforschung der deutschen Kunstgewerbeschulen des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts ist seit Langem ein Desiderat. Dies betrifft nicht nur die Betrachtung der Geschichte einzelner Institutionen, sondern auch ein tiefergehendes Verständnis der Entwicklung des Kunstgewerbeschulwesens vor dem Bauhaus. Im Netzwerkprojekt wird ein differenziertes Bild der frühen deutschen Kunstgewerbeschulen gezeichnet, deren Reflexion über das Verhältnis von Theorie und Praxis, Kunst und Handwerk auch heute noch von Relevanz ist.

Ergebnisse und Ziele

Forscherinnen und Forscher aus (Kunst-)Hochschulen, Museen sowie der außeruniversitären Wissenschaft tauschen sich in einem weitgespannten und interdisziplinären Netzwerk zu den deutschen Kunstgewerbeschulen in ihrem – auch internationalen – soziokulturellen Kontext aus. Neben der Grundlagenforschung zu Institutionengeschichten sind übergeordnete Fragestellungen z.B. zu Unterrichtsinhalten, Reformbestrebungen, Lehrsammlungen, Schultypen, Akteuren und Vernetzungen von Interesse. 
Ziel des Projektes ist die Erarbeitung einer Publikation, in der erstmals ein fundierter Überblick über die deutschen Kunstgewerbeschulen vor dem Bauhaus sowohl in Einzelstudien als auch in Themenaufsätzen gegeben werden kann.

Am 21.5.2021 fand eine Kick-off-Veranstaltung statt. Das Programm finden Sie hier

Laufzeit

Januar 2021 – Dezember 2025

Projektverantwortlich

Thomas A. Geisler, Direktor Kunstgewerbemuseum

Weitere Projektmitarbeiterinnen

Kerstin Stöver, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Kunstgewerbemuseum